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Der Aufbau der Fachhochschulen

Von Christof Jud

Das Fachhochschulgesetz konnte auf den 1. Oktober 1996 in Kraft gesetzt werden. Der Bundesrat hatte am 2. März 1998 die Genehmigung zur Führung von sieben Fachhochschulen erteilt. Die Schaffung von sieben Fachhochschulenerfolgt primär über einen Konzentrationsprozess, der vor allem die erforderliche kritische Masse schaffen soll. Die Umsetzung erfolgt nach einem klaren Programm. Die wichtigsten Schritte sind

Ende 2000:

  • Fusion von regional benachteiligten Schulen
  • Zwischenbericht zuhanden von Bundesrat und Parlament
Ende 2000 / Anfang 2001:
  • Prüfung der Ausbildungsqualität durch die Eidgenössische Fachhochschulkommission und wissenschaftliche Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland.
  • Anerkennung der ersten Fachhochschuldiplome durch das EVD
  • Abschluss der Vereinbarungen über die internationale Anerkennung der FH - Diplome

Ende 2003:

  • Abschluss der Integration der Fachhochschulen in die Hochschullandschaft Schweiz .

Mit den FH wird also die schweizerische Hochschulllandschaft durch Institutionen angereichert, die stärker praxisbezogen und transferorientiert sind<

Das Fachhochschulgesetz verpflichtet die Fachhochschulen zur Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen. Die Fachhochschulen sollen systematisch in den Programmen internationaler Organisationen ver-treten sein, auch um der internationalen Anerkennung unserer Titel zum Durchbruch zu verhelfen. Sie führen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch und erbringen Dienstleistungen für Dritte. Ebenso ergänzen sie die Diplomstu-dien durch ein Angebot an Weiterbildungsveranstaltungen

Für den Bund ergeben sich in den Jahren 2000 - 2003 Gesamtkosten von 847 Millionen Franken. Seine Beiträge an die Fachhochschulen bewegen sich im Rahmen der in der Botschaft zum Entwurf für das Fachhochschulgesetz veranschlagten Zahlen. Die durchschnittlichen Studienkosten betragen ungefähr 35'000 Franken pro Jahr und pro Studienplatz

Der Bundesrat hat die Zuständigkeit für die Bereiche Bildung, Forschung und Technologie auf das Volkswirtschaftsdepartement (EVD) und das Departement des Innern konzentriert. Im EVD sind die Berufsbildung und die Fachhochschulen sowie die wirtschaftsorientierte Forschung und die Technologieförderung angesiedelt.

Das BBT / OFPT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie / Office Fédéral de la Formation Professionelle et de la Technologie) ist verantwortlich für die Integration der Fachhochschulen in das Hochschul - Forschungsnetz.

"Der Aufbau der Fachhochschulen ist eine der wichtigsten forschungs- und bildungspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre und bildet das eigentlich neue Element in den schweizerischen Hochschulnetzen".

Das BBT, das sich eine moderne Struktur gegeben hat, unterstützt dabei die Fachhochschulen in der Erfüllung ihres erweiterten Leistungsauftrages und in der Verbesserung der Attraktivität des Bildungsangebotes.

Der Gesetzgeber hat im Jahre 1997 die KTI (Kommission für Technologie und Innovation) beauftragt, die notwendigen Fördermassnahmen ein-zuleiten für den Kompetenzaufbau in anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung an den Fachhochschulen. Die KTI ist ein Leistungsbereich des Bundesamtes für Konjunkturfragen. Die Fördermassnahmen sind aufgeführt in der Botschaft über die Finanzierung von Massnahmen der Kommission für Technologie und Innovation zum Aufbau der Kompetenz in anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung an den Fachhochschulen in den Jahren 1998 - 1999.

Was wird aus meinem HTL / ETS Diplom?

Das ist eine sehr aktuelle Frage, die aus Ihrem Kreise, das heisst aus dem Kreise unserer SVCT Mitglieder, an uns heran getragen wurde. Es wird darauf eine ganz klare Regelung geben. Das Fachhochschulgesetz sieht vor, dass Personen, die ein Diplom einer anerkannten Ingenieurschule HTL besitzen, nach der Anerkennung der ersten Fachhochschuldiplome den entsprechenden Fachhochschultitel beantragen können, sofern sie sich über eine mindestens fünfjährige anerkannte Berufspraxis oder über den Besuch eines Nachdiplomkurses auf Hochschulstufe ausweisen können. . Das heisst, dass dies nach Ende 2000, anfangs 2001 möglich sein wird. Dies macht natürlich auch Sinn und geschieht ungefähr gleichzeitig mit der Anerkennung der ersten FH Diplome. Die Einzelheiten werden bis spätestens Mitte 2000 durch das EVD (Volkswirtschaftsdepartement) geregelt.

à jour wird Sie informieren, was Sie genau tun müssen und unter welchen Voraussetzungen Sie dieses ersehnte Papier beantragen können.

 
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